Regisseur & Intendant

Director for Drama, Music Theatre & Opera

Enrico Lübbe inszeniert als Regisseur an der Schnittstelle von Schauspiel, Musiktheater und Oper. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf zeitgenössischen Stoffen und Uraufführungen sowie musiktheatralen Projekten bis hin zu großen Oper- und Schauspielklassikern.

Seit 2013 ist Enrico Lübbe Intendant am Schauspiel Leipzig. Seine Inszenierungen sind  geprägt von einer starken Bildsprache und der Entwicklung zeitgenössischer Erzählweisen. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Förderung von Gegenwartsautorinnen und -autoren, die Realisierung zahlreicher Ur- und Erstaufführungen sowie die präzise Arbeit mit großen Ensembles. Lübbe versteht Theater als kollektiven Prozess, in dem ästhetische Klarheit, musikalisches Denken und gesellschaftliche Fragestellungen ineinandergreifen. Unter seiner Leitung wurde das Schauspiel Leipzig regelmäßig zu internationalen und nationalen Festivals eingeladen. Neben seiner Tätigkeit in Leipzig arbeitet Enrico Lübbe als Gastregisseur an führenden Bühnen und entwickelt Projekte, die das Zusammenspiel von Text, Raum, Musik und Ensemble in den Mittelpunkt stellen.

Works.

Ein Auszug aus den Arbeiten von Enrico Lübbe

[2024]

Regie

Schauspiel Leipzig

Richard III

von William Shakespeare

Deutsch von Thomas Brasch

Leipziger Fassung von Marion Tiedtke
Regie: Enrico Lübbe

Regie: Enrico Lübbe
Bühne: Martin Zehetgruber 
Kostüme: Sabine Blickenstorfer 
Video: Robi Voigt 
Musik: Bert Wrede 
Dramaturgie: Torsten Buß
Licht: Veit-Rüdiger Griess

Beschreibung

„Es sind unsichere Zeiten. Niemand weiß, was morgen ist: Wer wird herrschen, wer wird gestürzt sein? Richard, Herzog von Gloster, will dabei nicht einfach nur eine Spielfigur sein. Er will der entscheidende Spieler sein. Der Sieger über alle.”

Pressestimmen

„Man konnte regelrecht im Raum spüren, wie diese Shakespeare-Texte funktioniert haben, das Publikum gefesselt haben – mehr als drei Stunden lang. Die Inszenierung war beinahe wie ein Thriller und wurde am Ende zu Recht frenetisch bejubelt.“

FAZ

„Was Anne Cathrin Buhtz vorführt, ist eine Tour de Force, die niemals angestrengt wirkt. Vielmehr legt Buhtz ihren Richard als leise Bedrohung an. Und dafür feiert das Leipziger Publikum sie und das Ensemble stehend, selbst dann noch, als die Türen schon wieder lange offen sind.“

„Überhaupt gelingt Lübbe eine Inszenierung, die wohltuend frei von Zeitgeistschnickschnack ist und mit 200 Minuten von angemessen epischer Dauer. Getragen von einem homogen präsenten Ensemble schält es den Richard-III-Kern frei: die fatale menschliche Lust an der (Selbst-)Destruktion. Die Faszination, die sie ausstrahlt. Und die belohnt wird von begeistertem Applaus.“

MDR Kultur

„Man konnte regelrecht im Raum spüren, wie diese Shakespeare-Texte funktioniert haben, das Publikum gefesselt haben – mehr als drei Stunden lang. Die Inszenierung war beinahe wie ein Thriller und wurde am Ende zu Recht frenetisch bejubelt.“

„Was Anne Cathrin Buhtz vorführt, ist eine Tour de Force, die niemals angestrengt wirkt. Vielmehr legt Buhtz ihren Richard als leise Bedrohung an. Und dafür feiert das Leipziger Publikum sie und das Ensemble stehend, selbst dann noch, als die Türen schon wieder lange offen sind.“

„Überhaupt gelingt Lübbe eine Inszenierung, die wohltuend frei von Zeitgeistschnickschnack ist und mit 200 Minuten von angemessen epischer Dauer. Getragen von einem homogen präsenten Ensemble schält es den Richard-III-Kern frei: die fatale menschliche Lust an der (Selbst-)Destruktion. Die Faszination, die sie ausstrahlt. Und die belohnt wird von begeistertem Applaus.“

photocredits©Rolf Arnold
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[2025]

Regie

Schauspiel Leipzig

Der Girschkarten

(UA)

Regie & Bühne: Enrico Lübbe 
Kostüme: Teresa Vergho 
Musik: Peer Baierlein
Dramaturgie: Torsten Buß
Video: Matthias Gruner
Licht: Veit-Rüdiger Griess

Beschreibung

Der ostdeutsche Autor Lukas Rietzschel greift Tschechows
Der Kirschgarten auf und schreibt dessen Erbe in die Gegenwart fort. Im Streit um ein altes Haus geraten Erinnerungen, Besitzfragen und sogenannte alternative Fakten aneinander – in einer Welt, in der Wirklichkeit zunehmend verhandelbar und demokratische Gewissheiten brüchig werden.

Pressestimmen

FAZ

„Komödiantentum erfordert mehr Schauspielgeschick als Tragödiendarstellung. Weil wir eh mit dem Schlimmsten rechnen, das Lustige also für gekünstelt halten. Wenn es dann natürlich daherkommt, ist es große Kunst. Und die beherrscht Lübbes Septett im „Girschkarten“ in Vollendung.“

„Der Leipziger Intendant und Regisseur Enrico Lübbe hat eine Bühne geschaffen, die an einen Systemfehler erinnert – und lässt ein Ensemble in einer fragilen Gegenwart eindringlich sichtbar werden.“

„Enrico Lübbes gelungene Uraufführung vertraut dem Text auf ganzer Linie und legt mit seinem abstrakten Setting die Figuren und ihre Gefühlswelten komplett frei. Sein Ensemble meistert diese Marathon-Unterhaltung mit präzisen Figuren und herrlichen Gefühlsausbrüchen.“

„Es geht um Retrotopien, die Flucht in eine vermeintlich bessere Vergangenheit, Zukunfts- und Veränderungsängste und den Aufschub von Entscheidungen. All das wird dem Publikum nicht aufs Auge gedrückt, sondern vielmehr gestreift innerhalb der Verhandlungen dieses Familienkonflikts. Das ist klug, weil nicht bevormundend.“

„Komödiantentum erfordert mehr Schauspielgeschick als Tragödiendarstellung. Weil wir eh mit dem Schlimmsten rechnen, das Lustige also für gekünstelt halten. Wenn es dann natürlich daherkommt, ist es große Kunst. Und die beherrscht Lübbes Septett im „Girschkarten“ in Vollendung.“

„Der Leipziger Intendant und Regisseur Enrico Lübbe hat eine Bühne geschaffen, die an einen Systemfehler erinnert – und lässt ein Ensemble in einer fragilen Gegenwart eindringlich sichtbar werden.“

„Enrico Lübbes gelungene Uraufführung vertraut dem Text auf ganzer Linie und legt mit seinem abstrakten Setting die Figuren und ihre Gefühlswelten komplett frei. Sein Ensemble meistert diese Marathon-Unterhaltung mit präzisen Figuren und herrlichen Gefühlsausbrüchen.“

„Es geht um Retrotopien, die Flucht in eine vermeintlich bessere Vergangenheit, Zukunfts- und Veränderungsängste und den Aufschub von Entscheidungen. All das wird dem Publikum nicht aufs Auge gedrückt, sondern vielmehr gestreift innerhalb der Verhandlungen dieses Familienkonflikts. Das ist klug, weil nicht bevormundend.“

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[2017]

Regie

Schauspiel Leipzig/ Gewandhausorchester Leipzig

Die Maßnahme / Die Perser

von Bertolt Brecht / Hanns Eisler und Aischylos
(Deutsch von Durs Grünbein)
Regie: Enrico Lübbe
Musikalische Leitung: Marcus Crome

Regie: Enrico Lübbe
Musikalische Leitung: Francesco Greco
Orchester: Mitglieder des Gewandhausorchesters und Gäste
Bühne: Etienne Pluss
Kostüme: Bianca Deigner
Choreographie: Stefan Haufe
Video: fettFilm
Einstudierung der Chöre: Marcus Crome
Dramaturgie: Torsten Buß
Korrepetitorin: Aska Carmen Saito
Licht: Ralf Riechert
Ton: Alexander Nemitz

Beschreibung

In unsicheren Zeiten erzählen Brechts Die Maßnahme und Aischylos’ Die Perser von Macht, Ideologie und individuellem Leid. Zwei Texte aus historischen Wendepunkten befragen den Preis politischer Ideen und stellen Humanismus und Gehorsam radikal gegeneinander – zwischen kollektiver Überzeugung und persönlicher Verantwortung.

Pressestimmen

„Hämmernder Text. Pathos und Präsenz. Lübbe bietet ein imposantes, kühl ergreifendes Theater der konzentrierten Askese, in dem der Mensch jäh und in überaus scharfen Umrissen vor sich selbst hingestellt wird – eben auch als tragisch unbelehrbarer Zuarbeiter für ein mechanisches Massendasein.“

MDR

„Harmonie und Rhythmus als Kollektiv, Disharmonie als Prozess der Individualisierung und Emanzipierung. Enrico Lübbe erfindet zu seiner Musik ganz starke Klangbilder. Ein Regisseur, der sich offenkundig Einar Schleef und Robert Wilson zum Vorbild nimmt. Ein sehr ästhetisch anmutender Abend, sehr konzentriert in den Bildern.“

FAZ

„Die zeitlich so weit voneinander entfernten Dramen korrespondieren in dieser schönen wie intelligenten Aufführung aufregend miteinander und mit uns, sie geben keine Ruhe und kein Pardon. Man muss viel Vertrauen zum Theater und zur Welt haben, um von solchen historischen Balancen zu träumen. Enrico Lübbe hat es, und seine beherzt aufrechte und sinnlich vergeistigte Inszenierung ist dafür ein wahrhaftiges Plädoyer.“

nd Aktuell

„Hämmernder Text. Pathos und Präsenz. Lübbe bietet ein imposantes, kühl ergreifendes Theater der konzentrierten Askese, in dem der Mensch jäh und in überaus scharfen Umrissen vor sich selbst hingestellt wird – eben auch als tragisch unbelehrbarer Zuarbeiter für ein mechanisches Massendasein.“

„Harmonie und Rhythmus als Kollektiv, Disharmonie als Prozess der Individualisierung und Emanzipierung. Enrico Lübbe erfindet zu seiner Musik ganz starke Klangbilder. Ein Regisseur, der sich offenkundig Einar Schleef und Robert Wilson zum Vorbild nimmt. Ein sehr ästhetisch anmutender Abend, sehr konzentriert in den Bildern.“

„Die zeitlich so weit voneinander entfernten Dramen korrespondieren in dieser schönen wie intelligenten Aufführung aufregend miteinander und mit uns, sie geben keine Ruhe und kein Pardon. Man muss viel Vertrauen zum Theater und zur Welt haben, um von solchen historischen Balancen zu träumen. Enrico Lübbe hat es, und seine beherzt aufrechte und sinnlich vergeistigte Inszenierung ist dafür ein wahrhaftiges Plädoyer.“

photocredits©Bettina Stöss
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About.

luebbe_enrico

Enrico Lübbe ist seit der Spielzeit 2013/14 Intendant am Schauspiel Leipzig, zuvor war er Schauspieldirektor an den Theatern Chemnitz. Geboren 1975 in Schwerin, erhielt er eine langjährige musikalische Ausbildung am Konservatorium Schwerin und studierte Kommunikations-, Medien- und Theaterwissenschaft. Er arbeitete als Hausregisseur in Leipzig und Halle und inszenierte als Gast u. a. am Berliner Ensemble, Residenztheater München und Deutschen Theater Berlin sowie an Opernhäusern in Hannover, Leipzig und Bonn.

Enrico Lübbes Regiearbeit wird von der Kritik als eindringlich, präzise und hoch musikalisch gewürdigt. Der Tagesspiegel beschreibt ihn als „genauen Beobachter und Menschenkenner mit dem Mut zur Stille“, der Figuren „mit Ruhe“ und wahrhaftiger Glaubwürdigkeit inszeniert. Theater der Zeit hebt hervor, dass Lübbe Texten „auf ganzer Linie vertraut“ und Figuren sowie Gefühlswelten „komplett frei“ macht, während bei ihm Ensembles mit „präzisen Figurenzeichnungen“ glänzen. Die Süddeutsche Zeitung lobte wiederholt Lübbes Fähigkeit, große politische Themen lebendig auf die Bühne zu bringen. Auch in der Oper setzt Lübbe Akzente: Arbeiten wie Tristan und Isolde oder Elektra wurden für ihre klare Personenführung, psychologische Genauigkeit und zeitgenössische Bildsprache ausgezeichnet.

About.

luebbe_enrico

Enrico Lübbe gab 1999 sein Regiedebüt und ist seither kontinuierlich mit renommierten Künstlerinnen und Künstlern der europäischen Theaterszene verbunden. Seit über 25 Jahren arbeitet er eng mit dem Dramaturgen Torsten Buß zusammen, der ihn in Chemnitz und Leipzig als Chefdramaturg sowie bei zahlreichen Gastinszenierungen begleitete. Wiederholt inszenierte Lübbe mit den Bühnenbildnern Etienne Pluss, Hugo Gretler, Katrin Nottrodt, Henrik Ahr,  Martin Zehetgruber, Raimund Orfeo Voigt sowie den Kostümbildnerinnen Michaela Barth, Josa Marx, Sabine Blickenstorfer, Bianca Deigner und Teresa Vergho. Die musikalische Verantwortung vieler Schauspielinszenierungen lag bei Peer Baierlein, Philip Frischkorn und Bert Wrede. In der Oper arbeitete Lübbe unter anderem mit Joanna Mallwitz, Dirk Kaftan und Ulf Schirmer zusammen.

Enrico Lübbes Intendanz am Schauspiel Leipzig steht für künstlerische Exzellenz und strukturelle Innovation. Das Haus wurde zu bedeutenden Festivals eingeladen; mit der RESIDENZ und der DISKOTHEK profilierte er neue Spielorte für die Verbindung von Stadttheater und Freier Szene sowie für Gegenwartsdramatik. Mit Partizipation und Inklusion setzte er programmatische Akzente. Über Jahrzehnte begleitete er Studierende der HMT Leipzig im Schauspielstudio. Lübbe verfügt über umfassende Leitungserfahrung in künstlerischer Profilbildung und strategischer Entwicklung.

Vita.

[seit 2000]

Inszenierungen an Schauspiel- und Opernhäusern u.a. in Berlin, Wien, Frankfurt, Köln, Stuttgart, Hannover, Nürnberg

[2013 – 2027]

Intendant am Schauspiel Leipzig

[2008 – 2013]

Schauspieldirektor an den Theatern Chemnitz

[2005 – 2007]

Hausregisseur am neuen theater halle

[2000 – 2004]

Hausregisseur am Schauspiel Leipzig

[1993 – 1999]

Studium der Kommunikations-, Medien- und Theaterwissenschaft

Inszenierungen.

[Auswahl]

[2025]

Schauspiel Leipzig

[2024]

Schauspiel Leipzig

[2020]

Schauspiel Leipzig

[2019]

Oper Leipzig

[2017]

Schauspiel Leipzig

[2015]

Schauspiel Leipzig

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