
„Tristan und Isolde“ Wiederaufnahme Oper Leipzig
Wiederaufnahme:
„Tristan und Isolde“
Oper Leipzig
29.03.2026
Seit 2013 ist Enrico Lübbe Intendant am Schauspiel Leipzig. Seine Inszenierungen sind geprägt von einer starken Bildsprache und der Entwicklung zeitgenössischer Erzählweisen. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Förderung von Gegenwartsautorinnen und -autoren, die Realisierung zahlreicher Ur- und Erstaufführungen sowie die präzise Arbeit mit großen Ensembles. Lübbe versteht Theater als kollektiven Prozess, in dem ästhetische Klarheit, musikalisches Denken und gesellschaftliche Fragestellungen ineinandergreifen. Unter seiner Leitung wurde das Schauspiel Leipzig regelmäßig zu internationalen und nationalen Festivals eingeladen. Neben seiner Tätigkeit in Leipzig arbeitet Enrico Lübbe als Gastregisseur an führenden Bühnen und entwickelt Projekte, die das Zusammenspiel von Text, Raum, Musik und Ensemble in den Mittelpunkt stellen.
von William Shakespeare
Deutsch von Thomas Brasch
Leipziger Fassung von Marion Tiedtke
Regie: Enrico Lübbe
Regie: Enrico Lübbe
Bühne: Martin Zehetgruber
Kostüme: Sabine Blickenstorfer
Video: Robi Voigt
Musik: Bert Wrede
Dramaturgie: Torsten Buß
Licht: Veit-Rüdiger Griess
„Es sind unsichere Zeiten. Niemand weiß, was morgen ist: Wer wird herrschen, wer wird gestürzt sein? Richard, Herzog von Gloster, will dabei nicht einfach nur eine Spielfigur sein. Er will der entscheidende Spieler sein. Der Sieger über alle.”
„Man konnte regelrecht im Raum spüren, wie diese Shakespeare-Texte funktioniert haben, das Publikum gefesselt haben – mehr als drei Stunden lang. Die Inszenierung war beinahe wie ein Thriller und wurde am Ende zu Recht frenetisch bejubelt.“
„Was Anne Cathrin Buhtz vorführt, ist eine Tour de Force, die niemals angestrengt wirkt. Vielmehr legt Buhtz ihren Richard als leise Bedrohung an. Und dafür feiert das Leipziger Publikum sie und das Ensemble stehend, selbst dann noch, als die Türen schon wieder lange offen sind.“
„Überhaupt gelingt Lübbe eine Inszenierung, die wohltuend frei von Zeitgeistschnickschnack ist und mit 200 Minuten von angemessen epischer Dauer. Getragen von einem homogen präsenten Ensemble schält es den Richard-III-Kern frei: die fatale menschliche Lust an der (Selbst-)Destruktion. Die Faszination, die sie ausstrahlt. Und die belohnt wird von begeistertem Applaus.“
„Man konnte regelrecht im Raum spüren, wie diese Shakespeare-Texte funktioniert haben, das Publikum gefesselt haben – mehr als drei Stunden lang. Die Inszenierung war beinahe wie ein Thriller und wurde am Ende zu Recht frenetisch bejubelt.“
„Was Anne Cathrin Buhtz vorführt, ist eine Tour de Force, die niemals angestrengt wirkt. Vielmehr legt Buhtz ihren Richard als leise Bedrohung an. Und dafür feiert das Leipziger Publikum sie und das Ensemble stehend, selbst dann noch, als die Türen schon wieder lange offen sind.“
„Überhaupt gelingt Lübbe eine Inszenierung, die wohltuend frei von Zeitgeistschnickschnack ist und mit 200 Minuten von angemessen epischer Dauer. Getragen von einem homogen präsenten Ensemble schält es den Richard-III-Kern frei: die fatale menschliche Lust an der (Selbst-)Destruktion. Die Faszination, die sie ausstrahlt. Und die belohnt wird von begeistertem Applaus.“
von Lukas Rietschel
Auftragswerk des Schauspiel Leipzig
Regie: Enrico Lübbe
Regie & Bühne: Enrico Lübbe
Kostüme: Teresa Vergho
Musik: Peer Baierlein
Dramaturgie: Torsten Buß
Video: Matthias Gruner
Licht: Veit-Rüdiger Griess
Der ostdeutsche Autor Lukas Rietzschel greift Tschechows
Der Kirschgarten auf und schreibt dessen Erbe in die Gegenwart fort. Im Streit um ein altes Haus geraten Erinnerungen, Besitzfragen und sogenannte alternative Fakten aneinander – in einer Welt, in der Wirklichkeit zunehmend verhandelbar und demokratische Gewissheiten brüchig werden.
„Komödiantentum erfordert mehr Schauspielgeschick als Tragödiendarstellung. Weil wir eh mit dem Schlimmsten rechnen, das Lustige also für gekünstelt halten. Wenn es dann natürlich daherkommt, ist es große Kunst. Und die beherrscht Lübbes Septett im „Girschkarten“ in Vollendung.“
„Der Leipziger Intendant und Regisseur Enrico Lübbe hat eine Bühne geschaffen, die an einen Systemfehler erinnert – und lässt ein Ensemble in einer fragilen Gegenwart eindringlich sichtbar werden.“
„Enrico Lübbes gelungene Uraufführung vertraut dem Text auf ganzer Linie und legt mit seinem abstrakten Setting die Figuren und ihre Gefühlswelten komplett frei. Sein Ensemble meistert diese Marathon-Unterhaltung mit präzisen Figuren und herrlichen Gefühlsausbrüchen.“
„Es geht um Retrotopien, die Flucht in eine vermeintlich bessere Vergangenheit, Zukunfts- und Veränderungsängste und den Aufschub von Entscheidungen. All das wird dem Publikum nicht aufs Auge gedrückt, sondern vielmehr gestreift innerhalb der Verhandlungen dieses Familienkonflikts. Das ist klug, weil nicht bevormundend.“
„Komödiantentum erfordert mehr Schauspielgeschick als Tragödiendarstellung. Weil wir eh mit dem Schlimmsten rechnen, das Lustige also für gekünstelt halten. Wenn es dann natürlich daherkommt, ist es große Kunst. Und die beherrscht Lübbes Septett im „Girschkarten“ in Vollendung.“
„Der Leipziger Intendant und Regisseur Enrico Lübbe hat eine Bühne geschaffen, die an einen Systemfehler erinnert – und lässt ein Ensemble in einer fragilen Gegenwart eindringlich sichtbar werden.“
„Enrico Lübbes gelungene Uraufführung vertraut dem Text auf ganzer Linie und legt mit seinem abstrakten Setting die Figuren und ihre Gefühlswelten komplett frei. Sein Ensemble meistert diese Marathon-Unterhaltung mit präzisen Figuren und herrlichen Gefühlsausbrüchen.“
„Es geht um Retrotopien, die Flucht in eine vermeintlich bessere Vergangenheit, Zukunfts- und Veränderungsängste und den Aufschub von Entscheidungen. All das wird dem Publikum nicht aufs Auge gedrückt, sondern vielmehr gestreift innerhalb der Verhandlungen dieses Familienkonflikts. Das ist klug, weil nicht bevormundend.“
von Bertolt Brecht / Hanns Eisler und Aischylos
(Deutsch von Durs Grünbein)
Regie: Enrico Lübbe
Musikalische Leitung: Marcus Crome
Regie: Enrico Lübbe
Musikalische Leitung: Francesco Greco
Orchester: Mitglieder des Gewandhausorchesters und Gäste
Bühne: Etienne Pluss
Kostüme: Bianca Deigner
Choreographie: Stefan Haufe
Video: fettFilm
Einstudierung der Chöre: Marcus Crome
Dramaturgie: Torsten Buß
Korrepetitorin: Aska Carmen Saito
Licht: Ralf Riechert
Ton: Alexander Nemitz
In unsicheren Zeiten erzählen Brechts Die Maßnahme und Aischylos’ Die Perser von Macht, Ideologie und individuellem Leid. Zwei Texte aus historischen Wendepunkten befragen den Preis politischer Ideen und stellen Humanismus und Gehorsam radikal gegeneinander – zwischen kollektiver Überzeugung und persönlicher Verantwortung.
„Hämmernder Text. Pathos und Präsenz. Lübbe bietet ein imposantes, kühl ergreifendes Theater der konzentrierten Askese, in dem der Mensch jäh und in überaus scharfen Umrissen vor sich selbst hingestellt wird – eben auch als tragisch unbelehrbarer Zuarbeiter für ein mechanisches Massendasein.“
„Harmonie und Rhythmus als Kollektiv, Disharmonie als Prozess der Individualisierung und Emanzipierung. Enrico Lübbe erfindet zu seiner Musik ganz starke Klangbilder. Ein Regisseur, der sich offenkundig Einar Schleef und Robert Wilson zum Vorbild nimmt. Ein sehr ästhetisch anmutender Abend, sehr konzentriert in den Bildern.“
„Die zeitlich so weit voneinander entfernten Dramen korrespondieren in dieser schönen wie intelligenten Aufführung aufregend miteinander und mit uns, sie geben keine Ruhe und kein Pardon. Man muss viel Vertrauen zum Theater und zur Welt haben, um von solchen historischen Balancen zu träumen. Enrico Lübbe hat es, und seine beherzt aufrechte und sinnlich vergeistigte Inszenierung ist dafür ein wahrhaftiges Plädoyer.“
„Hämmernder Text. Pathos und Präsenz. Lübbe bietet ein imposantes, kühl ergreifendes Theater der konzentrierten Askese, in dem der Mensch jäh und in überaus scharfen Umrissen vor sich selbst hingestellt wird – eben auch als tragisch unbelehrbarer Zuarbeiter für ein mechanisches Massendasein.“
„Harmonie und Rhythmus als Kollektiv, Disharmonie als Prozess der Individualisierung und Emanzipierung. Enrico Lübbe erfindet zu seiner Musik ganz starke Klangbilder. Ein Regisseur, der sich offenkundig Einar Schleef und Robert Wilson zum Vorbild nimmt. Ein sehr ästhetisch anmutender Abend, sehr konzentriert in den Bildern.“
„Die zeitlich so weit voneinander entfernten Dramen korrespondieren in dieser schönen wie intelligenten Aufführung aufregend miteinander und mit uns, sie geben keine Ruhe und kein Pardon. Man muss viel Vertrauen zum Theater und zur Welt haben, um von solchen historischen Balancen zu träumen. Enrico Lübbe hat es, und seine beherzt aufrechte und sinnlich vergeistigte Inszenierung ist dafür ein wahrhaftiges Plädoyer.“
Enrico Lübbes Regiearbeit wird von der Kritik als eindringlich, präzise und hoch musikalisch gewürdigt. Der Tagesspiegel beschreibt ihn als „genauen Beobachter und Menschenkenner mit dem Mut zur Stille“, der Figuren „mit Ruhe“ und wahrhaftiger Glaubwürdigkeit inszeniert. Theater der Zeit hebt hervor, dass Lübbe Texten „auf ganzer Linie vertraut“ und Figuren sowie Gefühlswelten „komplett frei“ macht, während bei ihm Ensembles mit „präzisen Figurenzeichnungen“ glänzen. Die Süddeutsche Zeitung lobte wiederholt Lübbes Fähigkeit, große politische Themen lebendig auf die Bühne zu bringen. Auch in der Oper setzt Lübbe Akzente: Arbeiten wie Tristan und Isolde oder Elektra wurden für ihre klare Personenführung, psychologische Genauigkeit und zeitgenössische Bildsprache ausgezeichnet.
Enrico Lübbes Intendanz am Schauspiel Leipzig steht für künstlerische Exzellenz und strukturelle Innovation. Das Haus wurde zu bedeutenden Festivals eingeladen; mit der RESIDENZ und der DISKOTHEK profilierte er neue Spielorte für die Verbindung von Stadttheater und Freier Szene sowie für Gegenwartsdramatik. Mit Partizipation und Inklusion setzte er programmatische Akzente. Über Jahrzehnte begleitete er Studierende der HMT Leipzig im Schauspielstudio. Lübbe verfügt über umfassende Leitungserfahrung in künstlerischer Profilbildung und strategischer Entwicklung.
[seit 2000]
[2013 – 2027]
[2008 – 2013]
[2005 – 2007]
[2000 – 2004]
[1993 – 1999]
[Auswahl]

Wiederaufnahme:
„Tristan und Isolde“
Oper Leipzig
29.03.2026

„Der Girschkarten“
beim 13.Sächsischen Theatertreffen
am 24.04.2026
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Design Hybrids Making Chaos
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